Foto: Seth Wulsin, Buenos Aires
28.09.2007 - Ausgabe 05/2007
Zersplittern, verwandeln, vernichten
Als er von dem geplanten Abriss des ehemaligen Gefängniskomplexes „Caseros“ erfuhr, nutzte er die besondere Struktur der Fassade des Gebäudes, um dort – durch gezielte Zerstörung – bildhafte Muster zu erzeugen. Mit einem Hammer schlug er Glasscheiben aus einigen der kreisrunden Öffnungen, so dass bei bestimmtem Lichteinfall und dem richtigen Blickwinkel die Passanten in diesen „Pixeln“ Gesichter zu erkennen glauben.
Da die Anwohner die Sprengung des mächtigen Komplexes fürchteten, wurde das Gebäude in den letzten Monaten Ebene für Ebene langsam abgetragen. Auch die gespenstisch anmutenden Bilder in der Fassade sind nun beinahe ganz verschwunden. Seth Wulsin sieht es gelassen: Schließlich ist diese Zerstörung ein wesentliches Element seines Werks.
Claudia Hildner
Zersplittern, verwandeln, vernichten
Abrissprojekt in Buenos Aires
Zerstörung als einen kreativen Prozess zeigt der US- amerikanische Künstler Seth Wulsin mit einem Kunstprojekt in Buenos Aires.Als er von dem geplanten Abriss des ehemaligen Gefängniskomplexes „Caseros“ erfuhr, nutzte er die besondere Struktur der Fassade des Gebäudes, um dort – durch gezielte Zerstörung – bildhafte Muster zu erzeugen. Mit einem Hammer schlug er Glasscheiben aus einigen der kreisrunden Öffnungen, so dass bei bestimmtem Lichteinfall und dem richtigen Blickwinkel die Passanten in diesen „Pixeln“ Gesichter zu erkennen glauben.
Da die Anwohner die Sprengung des mächtigen Komplexes fürchteten, wurde das Gebäude in den letzten Monaten Ebene für Ebene langsam abgetragen. Auch die gespenstisch anmutenden Bilder in der Fassade sind nun beinahe ganz verschwunden. Seth Wulsin sieht es gelassen: Schließlich ist diese Zerstörung ein wesentliches Element seines Werks.
Claudia Hildner



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