Foto: Alexandra Wolkowicz, Liverpool
27.10.2007 - Ausgabe 05/2007
Aus den Fugen geraten
Ein elliptischer Ausschnitt von bis zu acht Metern Länge rotiert aus der zweidimensionalen Fläche der Gebäudehülle heraus und erlaubt wie ein sich öffnendes und schließendes Fenster Blicke ins Innere. „Turning the Place Over“ nennt sich das wild gewordene Stück Fassade, ein Werk des britischen Künstlers Richard Wilson. Um die Fläche in Bewegung zu bringen, nutzte er einen riesigen rotierenden Arm, der unter anderem auch beim Bau von Schiffen verwendet wird. Das Kunstwerk wirkt, als hätte Wilson einfach nur ein Stück aus der Gebäudehülle herausgeschnitten.
Tatsächlich musste die Fassade über drei Geschosse abmontiert und nach dem Zuschneiden wieder installiert werden. Der Künstler hat sich schon vor dem Projekt in Liverpool mit architektonischen Themen befasst und sich in einigen seiner Werke der Manipulation räumlicher Wirkungen gewidmet. Das Projekt „Turning the Place Over“ entstand im Rahmen der Biennale zeitgenössischer Kunst. Da Liverpool 2008 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt wird, bleibt das Werk noch das ganze nächste Jahr zu sehen.
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Claudia Hildner
Aus den Fugen geraten
Kunstprojekt in Liverpool
Vor diesem Gebäude in Liverpool reiben sich Passanten verwundert die Augen. Hat sich die Fassade des abbruchreifen Bürohauses im Stadtzentrum plötzlich selbständig gemacht?Ein elliptischer Ausschnitt von bis zu acht Metern Länge rotiert aus der zweidimensionalen Fläche der Gebäudehülle heraus und erlaubt wie ein sich öffnendes und schließendes Fenster Blicke ins Innere. „Turning the Place Over“ nennt sich das wild gewordene Stück Fassade, ein Werk des britischen Künstlers Richard Wilson. Um die Fläche in Bewegung zu bringen, nutzte er einen riesigen rotierenden Arm, der unter anderem auch beim Bau von Schiffen verwendet wird. Das Kunstwerk wirkt, als hätte Wilson einfach nur ein Stück aus der Gebäudehülle herausgeschnitten.
Tatsächlich musste die Fassade über drei Geschosse abmontiert und nach dem Zuschneiden wieder installiert werden. Der Künstler hat sich schon vor dem Projekt in Liverpool mit architektonischen Themen befasst und sich in einigen seiner Werke der Manipulation räumlicher Wirkungen gewidmet. Das Projekt „Turning the Place Over“ entstand im Rahmen der Biennale zeitgenössischer Kunst. Da Liverpool 2008 zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt wird, bleibt das Werk noch das ganze nächste Jahr zu sehen.
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Claudia Hildner



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