Foto: Max Dudler Architekten / Dominique Marc Wehrli, Regensdorf (CH)
31.08.2010 - Ausgabe 03/2010
Das zweite Gesicht
Am Prinzip der prägnanten, horizontal durchlaufenden Storenkästen hielt Dudler ebenso fest wie an den schwarz emaillierten Glaspaneelen der Fassadenbekleidung. Vor der Modernisierung war die schwarze Hülle im Bereich seitlich der Fenster durch die Führungsschienen der Rafflamellen verdeckt worden. Nun verschwinden die Führungsschienen im Inneren der Kastenfenster, die Öffnungen präsentieren sich daher auf drei Seiten schwarz gerahmt und die einzelnen Fenster werden dadurch stärker betont. Weil die vertikalen schwarzen Trennstreifen optisch stark hinter die hellen Blendrahmen zurückweichen, hat die modernisierte Fassade gegenüber dem Bestand deutlich an Plastizität gewonnen, ist straffer und stärker konturiert. An den Gebäudeecken hingegen blickt man beim Neubau in der Schrägsicht durch die 65 Zentimeter tiefen Kastenfenster hindurch, so dass sich der Bau aufzulösen scheint. Die ursprünglichen Gebäudekanten wirken im Vergleich dazu massiver und weniger entmaterialisiert.
www.maxdudler.com
Kornel Ringli
Das zweite Gesicht
Liechtensteinische Landesbank, Zürich
Unterschiedliche Besitzverhältnisse führten dazu, dass bei einem Zürcher Geschäftshaus nur ein Teil der Fassade erneuert wurde. Ursprüngliche und modernisierte Außenhaut stoßen nun unmittelbar aufeinander, ersichtlich ist dies aber erst auf den zweiten Blick. Zwischen Alt und Neu gibt es nur feine Unterschiede: Max Dudler wählte für die Modernisierung des 1971 erstellten Geschäftshauses in Zürich-Unterstrass Fassadenelemente, wie sie bereits den Bestand prägen, entwickelte sie auf subtile Weise weiter und komponierte daraus einen neuen Fassadenaufbau mit Kastenfenstern. Außen bestehen diese aus einer einfachen Festverglasung, innen aus öffenbaren Isolierglasflügeln.Am Prinzip der prägnanten, horizontal durchlaufenden Storenkästen hielt Dudler ebenso fest wie an den schwarz emaillierten Glaspaneelen der Fassadenbekleidung. Vor der Modernisierung war die schwarze Hülle im Bereich seitlich der Fenster durch die Führungsschienen der Rafflamellen verdeckt worden. Nun verschwinden die Führungsschienen im Inneren der Kastenfenster, die Öffnungen präsentieren sich daher auf drei Seiten schwarz gerahmt und die einzelnen Fenster werden dadurch stärker betont. Weil die vertikalen schwarzen Trennstreifen optisch stark hinter die hellen Blendrahmen zurückweichen, hat die modernisierte Fassade gegenüber dem Bestand deutlich an Plastizität gewonnen, ist straffer und stärker konturiert. An den Gebäudeecken hingegen blickt man beim Neubau in der Schrägsicht durch die 65 Zentimeter tiefen Kastenfenster hindurch, so dass sich der Bau aufzulösen scheint. Die ursprünglichen Gebäudekanten wirken im Vergleich dazu massiver und weniger entmaterialisiert.
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